| EINKAUFSKORB-POLITIK |
| MENSCHEN | ||||||
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Im Ernst, ich gehe die Sache nicht dogmatisch an; auswärts nehme ich durchaus "normale" Sachen zu mir, und ab und zu eine kleine Sünde am Würstelstand oder so darf auch sein. Aber bei mir zuhause gibt's praktisch nur Bio- und Fairtrade-Produkte. Man macht ja schließlich "Politik mit dem Einkaufskorb", und zwar in jedem Fall, so oder so. ![]() Da ich im "grünen" siebenten Wiener Gemeindebezirk wohne, tu ich mir damit natürlich leichter als anderswo, wir haben hier eine Fülle von Bioläden und dergleichen. Außerdem habe ich ein "Biokistl" abonniert: Wir sind einer von 3000 Haushalten, die einmal wöchentlich vom niederösterreichischen Biohof Adamah beliefert werden. Das hat neben der Bequemlichkeit noch zwei weitere große Vorteile. Erstens, da sind auch oft alte, wieder kultivierte Gemüse- und Obstsorten dabei, die man sonst in keinem Geschäft bekommt. Ich steh ganz besonders auf manche so richtig knackige und eher säuerliche Apfelsorten. Und zweitens werde ich dadurch auf sanfte Weise gezwungen, auch mal etwas Anderes zu kochen, beispielsweise Schwarzwurzeln oder Rote Rüben, zu denen ich im Supermarkt eher nicht greifen würde. Was das Kochen betrifft, halte ich mich nur ganz selten an Rezepte. Ich versuche eher, in mich hinein zu hören, oder besser: zu schmecken, was zu den gegebenen Ausgangsprodukten am besten passen könnte. Meistens funktioniert das ganz gut. Ich koche sehr gern, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass ich nicht unbedingt jeden Tag MUSS. Ich hab keinen Stress damit, sondern kann es genießen, und zwar vom Einkauf über die Zubereitung bis zum Verspeisen. Und so soll es doch sein, oder nicht?
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Leo Lukas - Der Kabarettist des Jahres 2006, erzählt checkpot von seinen 
