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Wir stellen eine Web-Plattform vor, die nicht nur Wanderrouten sammelt.
GLOBALE ÖKO-WANDERLUST
National Geographic zeichnete die spanische, ökotouristische Wanderrouten-Webplattform Wikiloc mit dem Geotourism-Power-of-Place-Award 2009 aus. Barcelona/Granada – "Eine Website ist wie ein Kind, das wächst und von dir abhängig ist", sagt Jordi López Ramot, der für Wikiloc seinen regulären Job bleiben ließ. Kein Wunder: 700.000 Unique Clients im Monat, 2,5 Millionen Seitenaufrufe (Hits) sowie ein Datenvolumen von 500 Gigabyte brauchen einen Vollzeit-Netz-Administrator. 105.000 Wander-, Kletter-, Paragleit- und Mountainbikerouten, bis hin zu Motorradausfahrten, Drachenflieger-Strecken, Eiskletter-Gebieten und auch Flugrouten für Hobby-Piloten sind weltweit, auf seinem jüngst vom National Geographic Magazine mit dem Geotourism Power of Place Award 2009 preisgekürten Social-Öko-Outdoor-Web, vermerkt. Eine wertvolle Anerkennung, bei fast 1.400 Nominierungen. Dabei fing der begeisterte Wanderer Ramots das Projekt Wikiloc schlichtweg mit einem Informatiker-Faible für die Neuen Technologien des Webs ausgestattet an und listete Routen auf. Drei Jahre später hat er nur mehr sein Wikiloc im Kopf: "Ich bin überfordert", sagt er. Mit den 5.000 US-Dollar Preisgeld von National Geographic – die die Offenheit und den Gratisstatus des Webs von Ramot ehrte – will er sich nun eine neue Festplatte kaufen. Für die Sicherung von mehr als 160.000 Userprofilen, ihre Bilder und Videos, die sich auf Wikiloc – unter dem Credo nachhaltiger, sozial-vernetzter Web-Wanderlust – virtuell vereinten.
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Mit ein Clou von Wikiloc, das in vielen Sprachen (auch Deutsch) – dank freiwilliger Übersetzer – funktioniert und sich einer breiten, auch der eidgenössischen Web-Community bei aktuell über 530 Routen (Österreich mehr als 460 Routen, Deutschland knapp 1.000) erfreut, ist, dass sich Benutzer die Routen auf ihr GPS-System herunterladen können. Mit detailreichen Angaben, bis hin zu den zu überwindenden Höhenmetern und Schwierigkeitsgraden für Kletterer. Neben einer 107 Kilometer langen und schweren Schitour im Berner Oberland (und im Wallis), über die moderate Wanderung bei Luzern (Grindelwald), bis hin zur Umrundung des Bieler Sees (rund 55 Kilometer) auf dem Sattel den Fahrrads finden sich zig Ideen der umweltschonenden und gleichzeitig den Körper fit haltenden Freizeitgestaltung. "Jede Woche kommen rund 6.000 neue Routen hinzu", sagt Ramot. Bis hin zu Kajakfahrten und Strecken für Reiter. Mit der Werbung deckt er gerade einmal die Serverkosten, weitere Einnahmen reichten "für einen knappen Monatslohn", betont er. In wenigen Fällen sind gesponserte Routen auf Wikiloc, worin Ramot auch finanziell einen Teil seiner Web-Zukunft sieht. Doch Ramot selbst ist Software-Spezialist in der Geo-Erkundung, arbeitete in Vancouver und Girona, gründete das Geo-Lokalisierungs-Unternehmen Iogeo. Ramots Wikiloc teilte sich den Preis mit Costa Rica (www.natureair.es), die kontaminationsfreie Flüge in mittelamerikanischen Staaten anbieten und mit www.pepyride.org, die Radtouren in Kambodscha organisieren, dessen Teilnehmer auch bei lokalen Infrastrukturprojekten hilfreich Hand anlegen – sei es für den Brunnenbau oder bei der Errichtung von Schulen.
Fotos: Jimmy, ben
Webtipps: « de.wikiloc.com « geotourism.changemakers.com « iogeo.com
// Granada, 15 12 2009 //
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