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Vegan? Was ist das? Alles Wissenswerte rund ums Thema gibt's hier!








Während fleischlose Ernährung in der heutigen Zeit zunehmend zur akzeptierten Normalität wird, Speisekarten um vegetarische Gerichte erweitert und Fertiggerichte auffällig mit dem Zusatz „für Vegetarier geeignet“ versehen werden, kreist um das Wort „vegan“ oft noch ein großes Fragezeichen. Trotzdem ist es nicht mehr zu übersehen, dass vegane Gerichte und Produkte längst Einzug gehalten haben in Restaurants und Supermarktregale. Grund genug für checkpot, einen Blick hinter den Begriff des Veganismus zu werfen, Beweggründe, ökologische und gesundheitliche Aspekte einer veganen Ernährungs- und Lebensweise zu beleuchten und damit eine kurze Einführung in die Thematik zu geben.


Was 1924 als Vorsatz zum neuen Jahr begonnen hatte, führte 1944 zur Gründung der Vegan Society UK durch Donald Watson, der zusammen mit seinen Mitstreitern das Wort „vegan“ aus dem Anfang und dem Ende von „vegetarian“ bildete. Damals wie heute ist das vorrangigste Ziel von Veganerinnen und Veganern die Vermeidung von Tierleid durch Verzicht auf den Konsum von tierischen Produkten, anders als im Vegetarismus verzichtet man im Veganismus somit in der Ernährung auf sämtliche Erzeugnisse tierischer Herkunft, also nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf Milchprodukte, Eier, Gelatine und Honig. Weiters achten viele Veganerinnen und Veganer auch bei Bekleidung und anderen Alltagsgegenständen (z.B. Schuhwerk, Waschmittel, Farben, etc.) auf die Vermeidung von Tierprodukten.


Die moderne Nutztierhaltung ist für Praktizierende des Veganismus immer verbunden mit Ausbeutung, Leid und der Tötung von Tieren, produktionstechnisch bedingt gilt dies auch für Milch- und Milchprodukte sowie für Eier, denn männliche Küken werden beispielsweise (auch bei Bio- und Freilandeiern) kurz nach der Geburt getötet, weil sie keine Eier legen können und Kühe, die nicht mehr die erwünschte Milchleistung erbringen können, erwartet das gleiche Schicksal.


Auch abseits von Massentierhaltung und Tiertransporten ist für Veganerinnen und Veganer ein ethisch korrekter Umgang mit dem Tier, sobald es als Nahrungsquelle für den Menschen dient und somit dem Diktat der Wirtschaftlichkeit ausgesetzt ist, nicht oder nur beschränkt möglich. Durch die Verfügbarkeit von zahlreichen Alternativen zu tierischen Produkten, die in der heutigen Zeit durchaus gegeben ist, ist es für die Anhänger des Veganismus nicht gerechtfertigt Gewalt oder Freiheitsberaubung an Tieren mit dem eigenen Ernährungsverhalten zu unterstützen.



Ein weiterer Grund für einen Umstieg auf vegane Ernährung ist das Erkennen ökologischer und ökonomischer Mißverhältnisse. Ein sehr anschauliches Beispiel dafür ist die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes. Dieser wird gerodet um Anbaufläche für Soja zu gewinnen. Dieses Soja kommt aber nicht der hungernden Bevölkerung des Landes zugute, sondern wird in die Industrienationen exportiert, wo es als Tierfutter für Nutztiere dient. Intensive Nutztierhaltung und Fleischproduktion haben erheblichen Einfluss auf die Umwelt. Trinkwasser- und Luftverschmutzung durch Massentierhaltung wird in der EU zunehmend zum Problem, in den Niederlanden wurde z.B. in dieser Dekade der Bestand an Schweinen um 25 % reduziert – aus dem einzigen Grund, die enormen Gülleberge in den Griff zu bekommen.


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