MOTTEN PLAGEN!
WAS TUN?
Tipps gegen diese ungeliebten Bewohner in deiner Küche. Oder: Weißt du was Besseres?






Die STEINMOTTE lebt von stärkehaltigen Lebensmitteln und von Abfällen, weshalb sie auch „Lebensmittelmotte“ genannt wird. Sie los zu kriegen erfordert Ideenreichtum, Geduld und Spucke
.

Sie zuerst etwas näher kennen zu lernen kann nicht schaden. Zumindest solltest du wissen, dass ihre Leibspeisen Getreideflocken, Mehl, Zwieback, Altpapier und dein Frühstücksmüsli sind. Und wenn du nicht gerade scharf darauf bist, mit den lieben Haustieren das alles zu teilen oder Chemie auf deine Nahrung zu schütten, dann gibt es nicht viele Möglichkeiten, außer zu tun, was getan werden muss.

1. Jage!
Alle lebenden Exemplare müssen zerquetscht, eingesaugt und ähnliches werden – so grausam das klingen mag.


2. Trenn dich!
Wirf angebrochene Lebensmittelverpackungen weg oder iss sie auf (also deren Inhalt), als Mutprobe oder so. Natürlich hinterlassen Mottenbabys ihre sichtbaren und bekannten Spuren: Weiße klebrige Fäden, die dir die Entscheidung erleichtern, was alles raus muss. Alles Übriggebliebene (es sei dir zu wünschen!) muss jetzt luftdicht in Plastik- oder Glasgefäßen verpackt werden. Wirklich alles! Bringe deinen diversen Müll hinaus in die Container. Vor allem den Altpapier- und Biomüll.


3. Putze!
Räume sämtliche Fächer aus und wische sämtliche Flächen ab, sauge in deiner Küche Ecken, Kanten und Spalten aus und ab. Vielleicht zeigt das ja in zwei, drei Wochen Wirkung ...

In der Zwischenzeit kannst du Folgendes ausprobieren und andenken:


Pheromonfallen
Diese arm fressenden Flatterviecher können auch mit Mottenfallen eingefangen werden. Die Falle verbreitet Pheromone, denen Motten nicht widerstehen können. Der Nachteil ist allerdings, dass die Fülle an festgeklebtem Getier vermuten lässt, dass der Duft der Falle auch noch Willige von draußen angelockt hat.


Kerzen
Brennende Kerzen bei sonstiger Dunkelheit sind zwar nicht gar so effektive Fallen, aber es stimmt allemal, dass Motten in das Licht fliegen.

Teebaumöl und Essig
Tipps bekommen Menschen mit einer Lebensmittelmottenplage so einige. Zum Beispiel, dass das Küchenkastl-Putzen mit Essig sie vertreibt. Auch ein Einreiben der Flächen mit Teebaumöl soll helfen.


Lavendelduft
So schön er anzusehen ist und wie lieblich er auch die flauschigen Hummeln anlockt, Lavendel hilft den Haferflocken nix. Dafür gegen jemanden, dessen Besuch ja wohl auch keine Freude ist: die Kleidermotte!



Insektenschutzgitter
Und zu guter Letzt kommt der Gedanke, die klare Aussicht auf den Baum im Innenhof oder den Blick ins gegenüberliegende Fenster zu opfern. Manchmal ist so ein Gitter der letzte Ausweg, der wahrhaftig geringste Preis. Niemand muss töten oder sterben, die Chemie bleibt außen vor, die ungeteilten Lebensmittel schmecken, die Nerven werden geschont und niemand muss so extrem viel putzen.


"Wer gar nicht erst herein gekommen ist, muss nicht hinaus gebeten werden" wirkt im Übrigen auch ganz gut gegen Gelsen, Ameisen und Obstmücken, um die es das nächste Mal gehen wird.