MINZE
KÜCHENKRÄUTER
Hades soll dem kleinen Kraut aus Mitleid seinen Duft verliehen haben. Mitleid, das sie seither wirklich nicht mehr nötig hat.









Von der Minze gibt es unglaublich viele Arten. Sie alle sind ein bisschen unterschiedlich. Die bekannteste ist logischerweise die Pfefferminze. Die Hälfte ihrer ätherischen Öle ist reines Menthol. Sie entstand in England aus einer Kreuzung zwischen Bachminze und Grüner Minze.

Die Poleiminze wurde früher als Kraut gegen Ungeziefer im Haus verstreut. Katzenminze übt nicht nur – tatsächlich – auf Katzen, sondern auch auf uns Menschen eine leicht euphorisierende Wirkung aus. Die Blüten der Apfelminze sind ein Wahnsinn zu Schokoladegerichten und den Geschmack der Krauseminze, auch Spearmint genannt, kennst du von … – Na?


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VERWENDETE TEILE

Blätter & Blüten (frisch und getrocknet)

HEILWIRKUNG
Für die therapeutische Anwendung wird hauptsächlich die Pfefferminze (Mentha x piperita) verwendet, denn diese besitzt einen hohen Anteil an ätherischem Öl, und dieses einen hohen Anteil an Menthol, welches wohl der Hauptwirkstoff für die Indikationsgebiete der Pfefferminze ist. Eingesetzt wird die Pfefferminze vor allem bei sämtlichen dyspeptischen Beschwerden sowie Leber- und Gallenbeschwerden. Das ätherische Öl wirkt stark bakterizid und krampflösend, und es findet neben der Anwendung als Teil der Teedroge, vor allem als Zusatz in diversen Einreibemitteln Verwendung. Traditionell wird Pfefferminze vor allem bei Übelkeit, Völlegefühl, Brechreiz oder Magenkrämpfen eingesetzt.

WARNHINWEISE & NEBENWIRKUNG

Der Pfefferminztee ist zu einem Allerwelts-Frühstückstee verkommen, was nicht ganz unproblematisch ist, denn gerade dieser Tee ist durch den hohen Anteil an Menthol ein stark wirksamer Tee. Es ist ratsam, die Pfefferminze nicht im Dauergebrauch zu verwenden, da sich Gewöhnungseffekte einstellen könnten. Bei Gallensteinträgern können durch Pfefferminze Koliken ausgelöst werden!

ANWENDUNG

Innerlich:
1 Esslöffel im Aufguss, 10 Min. zugedeckt ziehen lassen, je nach Bedarf eine Tasse trinken.
Äußerlich: Das ätherische Minzöl findet Verwendung in allerlei standardisierten Einreibemitteln oder Gurgel- und Mundwässern. Das ätherische Öl keinesfalls pur verwenden!

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VORKOMMEN - HERKUNFT - ANBAU
Die Pfefferminze wurde in England gezüchtet. Im Garten wuchert Minze (durch Wurzelausläufer) gerne vor sich hin. Du kannst sie aber auch in einen Topf pflanzen und an ein Plätzchen am Fenster stellen. Sie liebt feuchte, humose, gut gedüngte (Biodünger!) Böden. Sie mag’s warm, halbschattig und windgeschützt.

ERKENNEN - ERNTEN - LAGERN
Alle Minzarten verströmen einen starken Mentholgeruch, wenn man deren Blätter zwischen den Fingern zerreibt. Pfefferminze wird circa 30-80 cm hoch, sie hat elliptische, gezackte, dunkelgrüne Blätter. Ihre Blüten sind rötlich bis lilafarbenen und stehen in sehr dichten Blütenständen. Du kannst die frischen Blätter mehrmals ernten. Trockne sie nie mit anderen Kräutern gemeinsam, sie gibt ihr intensives Aroma an ihre Nachbarn ab. Das frische Kraut und die Blüten kannst du in einem Plastiksackerl oder einem Glas Wasser im Kühlschrank aufbewahren. Getrocknet behält das ganze Kraut ein starkes Aroma wenn du es vor Licht und Feuchtigkeit schützt.

SAMMELZEIT

Die Blüten: Juni – August
Das Kraut: Juni – Oktober


AROMA & GESCHMACK

Geruch: stark aromatisch nach Menthol
Geschmack: erfrischend, leicht brennend, kühlend


KULINARISCH VERWENDET
Pfefferminze kommt in vielen Gerichten der orientalischen Küche vor. Passt zu jedem Gemüse, besonders zu Kartoffeln, in Suppen, Mayonnaisen, Eintöpfen, Salaten und Saucen. Sie macht sich auch in Obstsalaten, zu Palatschinken und anderen Süßspeisen gut. Erfrischend ist Minze zu Joghurt und Milchprodukten, in exotischen Drinks (besonders Cocktails) und eignet sich zur Dekoration von Süßem und Saurem.


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