| ROSMARIN |
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Ein Kräutlein, das nicht nur aus dem französischen Kräuterparadies 'La Provence' nicht wegzudenken ist ...
![]() Rosmarinus officinalis Stellst du dich in Kroatien an den Strand – spät im Sommer, früh am Morgen; dann, wenn die Luft noch ganz feucht ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es nach Rosmarin duftet. In solch einem Moment wundert es niemanden, dass sein Name „Tau des Meeres“ bedeutet. Das passt und gefällt. Zusätzlich zu seinem romantischen Namen ist er auch noch seit jeher ein Symbol der Liebe und wird manchmal in Brautsträuße gebunden. Früher wurde ihm nachgesagt, Schönheit und Jugend zu erhalten. Als Badezusatz wirkt Rosmarin immerhin belebend und das lassen wir gelten! VERWENDETE TEILE Als ganzer Zweig, die einzelnen Nadeln, frisch und getrocknet. Die Blüten nur frisch.
HEILWIRKUNG Therapeutisch wird Rosmarin bei dyspeptischen Beschwerden, bei Kreislaufbeschwerden und zur unterstützenden Therapie bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Wie viele andere Heilpflanzen wirkt auch der Rosmarin primär über sein ätherisches Öl. Traditionell soll er appetitanregend wirken, den Magen stärken, sich ausgleichend auf das Nervensystem auswirken und bei bei nervöser Erschöpfung helfen. Beim Kochen hilft er beim Einsparen von Salz.
Bei normaler Dosierung brauchst du keine Nebenwirkung befürchten. Wenn du schwanger bist, solltest du aber auf Rosmarintee oder äußerliche Anwendungen verzichten. Das reine ätherische Öl darf weder innerlich noch äußerlich verwendet werden. Abendliche Bäder, die Rosmarin als Bestandteil haben, können deinen Schlaf stören. Bei regelmäßiger Einnahme kann der Metabolismus von Arzneimitteln beschleunigt werden. ANWENDUNG Innerlich: 1 Teelöffel im Aufguss, 15 Min. zugedeckt ziehen lassen, mehrmals täglich eine Tasse trinken. Bei der Teezubereitung von Rosmarin empfiehlt es sich fein geschnittene oder gemörserte Droge zu verwenden. Bei Kreislaufbeschwerden ist die Einnahme von alkoholischen Auszügen (aufgrund des höheren Anteils an ätherischen Öles) wirksamer als der Tee. Äußerlich: Als Bestandteil standardisierter Einreibungen, die vor allem schmerzstillend und durchblutungsfördernd wirken. Als Badezusatz: 1 Liter heißes Wasser auf 50g Droge aufgießen und dem Badewasser beimengen. {gallery}/KRAEUTERECK/KUECHENKRAEUTER/alex_rosmarin/rosmarin_reihe_1/:122:90{/gallery}
VORKOMMEN – HERKUNFT – ANBAU In Mittelmeergebieten wuchert Rosmarin regelrecht. Rosmarin ist nicht winterhart, wächst bei uns aber problemlos im Topf. Rosmarinus officinalis kannst du aus Samen ziehen. Er darf nach der Keimung nicht übermäßig gegossen werden. Rosmarin kannst du dir auch irgendwo im Süden, wo er wild wächst, abzwicken und versuchen ihn zum Wurzeln zu bewegen. Im Sommer liebt es der Rosmarin sonnig; er sollte am Balkon oder im Freien stehen können und im Winter will er nicht oft gegossen werden.
Rosmarin ist immergrün, 75 cm-1,5 m hoch, duftet und hat im Sommer hellblaue Blüten. Er hat nadelähnliche Blätter. Die frisch abgepflückten Zweige kannst du in einem Gefäß einwässern und bei Bedarf daran herumzupfen. An einem trockenen, warmen Platz hängst du die Zweige zum Trocknen auf. Die trockenen Rosmarinnadeln lassen sich leicht von den Stängeln abstreifen und sollten, wie die meisten Kräuter, kühl, trocken und luftdicht aufgehoben werden.
SAISON Die Blätter: April bis Oktober, im Topf das ganze Jahr Die Blüten: sobald sie sich öffnen
AROMA & GESCHMACK Geruch: stark nach Nadelbäumen, kampferartig, würzig, erinnert an Weihrauch. Geschmack: bitter-aromatisch, harzig, leicht bitter. Getrocknet schmecken die Blätter herber als frisch.
KULINARISCH VERWENDET In der Mittelmeerküche schmeckt Rosmarin zu Kartoffeln, kräftigen Gemüsegerichten, Grillmarinaden, besonders in Verbindung mit Olivenöl, Wein und Knoblauch sehr interessant. Auch in Gemüsesuppen, zu Braten, Geflügel, Kräutersaucen, Pilzen und Schwammerln, Fisch, Salaten und Melanzani passt Rosmarin. Er kommt auch in Marmeladen, Gelees (Apfel) und Bowlen vor. Gute Würzpartner: Thymian und Knoblauch. Die Blüten sind zu Tomaten- und Kürbisgerichten empfehlenswert.
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