| ALLES BANANE! |
| BERICHTET | |||
Zehn Gründe dafür. Eine Einladung, mit uns der Banane zu huldigen. Wir tun das mit gleich vier Beiträgen.
10 GRÜNDE FÜR DIE BANANE 1. Der faire HandelAufgrund bekannter Fakten bekommen gleich mal jene Organisationen, Initiativen, Firmen und Marken, die den fairen Handel unterstützen, Platz 1. Es ist problemlos, Bananen fair-trade zu erhalten und auch der Preis ist dementsprechend wirklich okay. 1a. Die göttliche KombinationHaarscharf (aber wirklich haarscharf!) hinter dem sozialen Gewissen hat sich die Kombination von Schokoladen- und Bananengeschmack den Platz 1b verdient. Das hat Genuss-Garantie - ganz egal, ob als Bananensplit oder die brutal aufgeschlitzte, mit Schoko gefüllte Banane mit Schale aus dem Ofen.
2. Das biologische RundherumPlatz 2 belegt die sport- und schultaschengeeignete, ökonomische und Platz sparende Verpackung der Banane, die keiner Geschirrspülung und keiner weiteren Erörterung bedarf. Trotzdem ist die Gefahr des Zerquetschens leider hoch.
3. Das gesunde Lachen Von allen ihren gesundheitlichen Pluspunkten möchte ich hier einzig die stresslindernde Wirkung des Bananen-Inhaltstoffes Serotonin hervorheben. Dieser Gute-Laune-Stoff regt in unserem Gehirn die Produktion des Glück-Hormons Endorphin an. Es bewirkt eine leicht euphorisierende Wirkung und hilft bei der Regulierung von Angsthormonen. Wer in der Früh also schon die miese Morgen-Laune vertreiben will, sollte zur Banane greifen.
4. Die liebe Familie Botanisch gesehen ist die Banane überraschenderweise eine Beere. Wie bei einer Heidelbeere, befindet sich fleischiges Gewebe unter einer festen Schale. Im Fleisch sind die kleinen Samen als schwarze Pünktchen zu erkennen. 5. Die unwiderstehliche Verlockung Wegen ihrer erotischen Ausstrahlung galt sie schon jeher als Frucht der Verführung und muss auch heute noch wohl oder übel als Phallussymbol herhalten – und das weltweit. Einer alten Legende nach, soll ja schon beim menschlichen Sündenfall die Banane – statt des besagten Apfels- jene entscheidende Rolle gespielt haben. Auf Sri Lanka, in Indien, wie Thailand gilt sie nach wie vor als die verbotene Frucht, mit der die Schlange im Paradies uns damals verführte. 6. Der vielsagende Name Eben dieser Legende hat die Kochbanane ihren wissenschaftlichen Namen zu verdanken: ‚Musa paradisiaca’ (Paradiesfeige). Unsere Obstbanane heißt aus dem Lateinischen übersetzt ‚Musa sapientum’ - Die Muse der Weisen. In Indien war die Obstbanane zuerst nur den Wundheilern und Philosophen des Landes vorbehalten. Weshalb Alexander der Große sie auf seinem Feldzug eben auch als ‚Frucht der Weisen’ kennen lernte. ‚Banan’ nannten die Araber ihre Bananen, was so viel wie ‚Finger’ bedeutet. 7. Die hohe Kunst Noch etwas verrät uns der Name unserer Banane: Die Vorsilbe ‚musa’ steht unter anderem für ‚Muse’, also im übertragenen Sinne für künstlerische Begeisterung. Künstlerisch inspirierend wirkt die Banane und ihre Entwicklung allenfalls – früher wie jetzt. 3 Beispiele: 1926 – Das Bananenkostüm der damals zwanzigjährigen Josephine Baker dürfte den meisten ein – gut-möglicherweise ambivalenter - Begriff sein. Sie kombinierte temperamentvollen Tanz mit gewagten Kostümen und tanzte auch schon mal nackt. Ihr unglaublicher Aufstieg im Europa der 20er Jahre war begünstigt durch den so genannten Exotik-Kult zu der Zeit. Die Erscheinung des farbigen Körpers war sinnlich geworden. Der Tochter einer schwarzen Wäscherin und eines spanischen Kaufmanns aus den Slums von St. Louis am Mississippi sei hier ein kurzer Absatz gewidmet. Als Tänzerin machte sie zuerst in New York, später in Paris Karriere, von wo aus sie Weltbekanntheit erreichte. Sie drehte mehrere Filme, besaß einen Nachtclub, wurde Staatsbürgerin Frankreichs, war im 2. Weltkrieg als Geheimagentin der französischen Résistance tätig, hatte nach dem Krieg ebenso großen Erfolg wie zuvor – allerdings als Chansonette und Jazz-Interpretin. Sie baute mit ihrem dritten Ehemann das Schloss ‚Les Milandes’ und zog dort zwölf Kinder unterschiedlicher Herkunft – die Regenbogenkinder – auf, die sie adoptiert hatte. Josephine Baker wurde zum Symbol für Rassen- und Religionstoleranz. Sie geriet in Schulden, ‚Les Milandes’ musste 1968 versteigert werden, 1975 wollte ihr Herz nicht mehr länger. 1967 - Das Debütalbum ‚The Velvet Underground and Nico’ der Band The Velvet Underground wurde veröffentlicht. Das Album wurde komplett von Andy Warhol produziert, gestaltet und vermarktet. Mit der Gestaltung des Plattencovers der limitierten Originalauflage stellte er die Verbindung von Rockmusik und Bananenkunst her. Sie bestand aus einem Siebdruck mit einer Banane, die man (ab)schälen konnte und dem Hinweis ‚peel slowly and see’. Das so genannte ‚Bananenalbum’ ist die bekannteste Schallplatte von The Velvet Underground und ein Klassiker der Rockgeschichte wie auch des Coverdesigns. Seit 1986 - Die Musa graffiti gibt es dank dem Griff zur Spraydose. Auf und neben die Eingangstüren von Museen oder Galerien sprüht Thomas Baumgärtels die Banane als Kunst-Symbol. Die Spray-Banane ist mittlerweile zum inoffiziellen Logo der Kunstszene geworden. Mehrere tausend Museen und Galerien der Welt sind bereits ‚bananisiert’. Eine solche Banane auf oder neben der Tür soll ein Museum angeblich mehr oder weniger in den Adelsstand der Kunstwelt erheben. 9. Die schlichte Antwort ‚Warum ist die Banane krumm?’ Weil Bananenblüten so sind, wie sie nun mal sind, beantwortet sich eine der berühmtesten Fragen so: ‚Zu Beginn ihrer Entwicklung wachsen die jungen Bananenfrüchte oder -finger noch wie die Blüte gerade nach unten, da sie noch im Schatten der Blütendeckblätter stehen. Sobald diese abgefallen sind, biegen sich die Bananenfinger nach oben und wachsen dem Sonnenlicht entgegen. So entsteht ihre charakteristische gekrümmte Form.’ 10. Der schlechte Schmäh Schlussendlich gäbe es jetzt noch jede Menge Bananenwitze zu erzählen, doch weil die meisten von uns das Volkschulalter überwunden haben dürften und weil der übrig bleibende Rest davon einfach ungustiös ist, erinnere ich lieber noch einmal an Platz 1 des Rankings und daran, dass an so manchen Bananen etwas Besseres klebt als ihr Image: ![]() Ein Fair-Trade-Pickerl! Weil eben nicht alles n u r Banane ist! :: ANDERES ZUM THEMA BANANE « Bananal | in IN GESELLSCHAFT (International) « Bananen-Rezepte | in INFOS (Rezepte) « Banane | in INFOS (Lebensmittel-Lexikon)
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Zehn Gründe dafür. Eine Einladung, mit uns der Banane zu huldigen. Wir tun das mit gleich vier Beiträgen.
1. Der faire Handel


4. Die liebe Familie
5. Die unwiderstehliche Verlockung
6. Der vielsagende Name
7. Die hohe Kunst
1926 – Das Bananenkostüm der damals zwanzigjährigen Josephine Baker dürfte den meisten ein – gut-möglicherweise ambivalenter - Begriff sein. Sie kombinierte temperamentvollen Tanz mit gewagten Kostümen und tanzte auch schon mal nackt. Ihr unglaublicher Aufstieg im Europa der 20er Jahre war begünstigt durch den so genannten Exotik-Kult zu der Zeit. Die Erscheinung des farbigen Körpers war sinnlich geworden.
1967 - Das Debütalbum ‚The Velvet Underground and Nico’ der Band The Velvet Underground wurde veröffentlicht. Das Album wurde komplett von Andy Warhol produziert, gestaltet und vermarktet. Mit der Gestaltung des Plattencovers der limitierten Originalauflage stellte er die Verbindung von Rockmusik und Bananenkunst her. Sie bestand aus einem Siebdruck mit einer Banane, die man (ab)schälen konnte und dem Hinweis ‚peel slowly and see’. Das so genannte ‚Bananenalbum’ ist die bekannteste Schallplatte von The Velvet Underground und ein Klassiker der Rockgeschichte wie auch des Coverdesigns.
Seit 1986 - Die Musa graffiti gibt es dank dem Griff zur Spraydose. Auf und neben die Eingangstüren von Museen oder Galerien sprüht Thomas Baumgärtels die Banane als Kunst-Symbol. Die Spray-Banane ist mittlerweile zum inoffiziellen Logo der Kunstszene geworden. Mehrere tausend Museen und Galerien der Welt sind bereits ‚bananisiert’. Eine solche Banane auf oder neben der Tür soll ein Museum angeblich mehr oder weniger in den Adelsstand der Kunstwelt erheben.
9. Die schlichte Antwort
10. Der schlechte Schmäh 